Nach dem Leak des Eckpunktepapiers ist es jetzt offiziell:
In der Pressekonferenz zur Führerscheinreform 2026 hat Verkehrsminister Schnieder zentrale Reformpunkte bestätigt.
Damit beginnt eine neue Phase: Nicht mehr Spekulation – sondern politische Umsetzung.
Hier die wichtigsten Aussagen aus der Pressekonferenz im Überblick.
1. Theorie vollständig digital möglich
Schnieder bestätigt:
Die Theorieausbildung soll vollständig digital absolviert werden können.
Fahrschulen dürfen selbst entscheiden, ob sie:
- Präsenz
- Online
- Hybrid
anbieten.
Die Prüfungsanforderungen sollen dabei nicht abgesenkt werden.
2. Bürokratieabbau für Fahrschulen
Bestätigt wurden:
- Wegfall von Raumvorgaben
- Keine festen Vorgaben zu Lehr- und Lernmitteln
- Entfall der Prüfungsreife-Feststellung Theorie
- Reduzierte Aufzeichnungspflichten
- Anlassbezogene Überwachung statt starrem Rhythmus
Ziel: administrative Entlastung.
3. Reduktion der Prüfungsfragen
Die angekündigte Reduktion um rund 28 % wurde bestätigt.
Zusätzlich:
- Vereinfachtes Bewertungssystem
- Sicherheitsrelevante Fragen sollen besondere Bedeutung behalten
4. Sonderfahrten werden reduziert
Auch hier klare Bestätigung:
- PKW & Motorrad: Mindestumfang auf drei Sonderfahrten
- LKW & Bus: ebenfalls deutliche Reduzierungen
Wichtig:
Es bleibt beim Mindeststandard – Kompetenzprüfung liegt weiterhin beim Fahrlehrer.
5. Verkürzung der Fahrprüfung
Die Gesamtprüfungsdauer für Klasse B soll auf 40 Minuten reduziert werden.
Ziel:
- höhere Prüfungskapazität
- geringere Wartezeiten
- effizientere Abläufe
6. Begleitete Ausbildung bestätigt
Schnieder bestätigte die Einführung einer begleiteten Ausbildungsphase nach Vorbild Österreich.
- ca. 1.000 km Fahrpraxis
- zeitliche Befristung
- Evaluation vorgesehen
Die Teilnahme soll freiwillig sein.
7. Preistransparenz & Erfolgsquoten
Ein Vergleichsportal für Preise und Erfolgsquoten wurde bestätigt.
Ziel:
- mehr Transparenz
- nachvollziehbare Marktbedingungen
Fazit
Mit der Schnieder Pressekonferenz zur Führerscheinreform 2026 ist klar:
Die Reform ist politisch gesetzt.
Jetzt geht es für Fahrschulen nicht mehr um die Frage „Kommt das?“,
sondern um „Wie gehen wir strategisch damit um?“.
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