Autonomes Fahren: Mehr Tempo, mehr Schmackes notwendig

Beim vernetzten und automatisierten Fahren braucht Deutschland mehr Tempo und Schmackes. Sonst ziehen Waymo, Tesla & Co mit Karacho an uns vorbei. Das zeigte die dritte Fachtagung zum autonomen Fahren in Berlin.

Computergesteuerte Autos – manchmal hat man den Eindruck , als führen sie schon morgen auf unseren Straßen. Doch erst ab 2040 soll der digitale Autopilot komplett übernehmen, so die Prognosen. Braucht man dann noch Fahrlehrer? Wie wirkt sich das Hightech-Fahren auf unsere Branche aus? In unserer Trendschau stellen wir Ihnen regelmäßig Themen, Trends und Thesen zur New Mobility vor. Warum tun wir das? Weil wir uns diesem Zukunftsthema stellen wollen, statt es zu ignorieren. Diskutieren Sie mit! Stellen Sie uns Ihre Fragen! Wir sind für Sie da, wenn es um die Mobilität von morgen geht.

Trend # 1: Mit Tempo „20“ unterwegs

Über 300 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik haben am 6. und 7. Dezember 2018 in Berlin auf einer Fachtagung darüber diskutiert, warum Deutschland beim autonomen Fahren nur mit Tempo „20“ unterwegs ist. Außerdem erhielt das Fachpublikum auf der Konferenz einen Überblick über 75 laufende Forschungsprojekte, die von den drei Bundesministerien für Verkehr, Wirtschaft und Forschung aktuell gefördert werden. In den einzelnen Sessions, Erfahrungsberichten und Podiumsdiskussionen zu Themen, wie Sicherheit, Technologien, Ethik, Fahrer-Fahrzeug-Interaktionen, Teststrecken etc., wurde schnell klar, dass es noch ein weiter Weg bis zum vernetzten und automatisierten Fahren ist. Einig waren sich viele Teilnehmer auch darin, dass man beim Roboterfahren schneller werden müsse, der Investitionsbedarf riesig sei und der kürzlich stattgefundene Digitalgipfel die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, als Basis für den autonomen Straßenverkehr, weiter vorantreiben werde.

Trend # 2: Ihr Robotaxi ist da!

Aufbruch in eine neue Ära: Unter dem Namen „Waymo One“ hat die Google-Schwesterfirma Waymo den Start ihres Robotaxi-Dienstes in der US-Stadt Phoenix (Arizona) verkündet. Seit Dezember transportieren mehrere hundert Taxis in einem Flächensektor von rund 260 Quadratkilometern Passagiere von A nach B. Nutzer bestellen die umgebauten weißen Minivan-Taxis des Modells Chrysler Pacifica über eine App – ähnlich wie bei anderen Fahrdiensten. Allerdings setzt das Technik-Unternehmen noch auf menschliche Unterstützung: ein Sicherheitsfahrer sitzt am Steuer und übernimmt im Notfall die Kontrolle. Die Entgeltpreise sind vergleichbar mit denen von „normalen“ Taxis, wobei jedes Auto bis zu drei Erwachsene und ein Kind mitnehmen kann. Waymo hat noch Großes vor: Zum einen soll der Robotaxi-Dienst auch im kalifornischen San Francisco und Mountain View auf die Straße gebracht werden. Zum anderen arbeitet das US-Unternehmen an autonomen Lieferdiensten und Lastwagen.


Ein kleiner Schritt für das autonome Fahren, aber ein großer Schritt für die Mobilität der Zukunft: Die Google-Tochterfirma Waymo geht den nächsten Step auf ihrer „Selbstfahr-Reise" – und startet mit "Waymo-One" den ersten kommerziellen Robotertaxi-Dienst der Welt. Quelle (Video): waymo.com