Eigentlich bin ich sauer. Ich weiß nur grad noch nicht ob nur über mich oder auch die coolen Fahrschulunternehmer. Es ist kein Geheimnis: Eines der Schlachtfelder um die Zukunft der Fahrschulen heißt Personal. Mitarbeiterführung ist komplex. Und gelernt haben wir Fahrlehrer das auch nicht. Es braucht also Nachhilfe. Das Angebot ist in Form einer tollen Trainingsreihe mit dem Namen "Cooler Chef - tolle Mitarbeiter!" da. Nur die Nachfrage nicht. Und ich will das einfach nicht verstehen ... 

Ich packe jetzt mal die ganz großen Keulen aus: Vielleicht leiden wir Fahrschulen ja an Selbstüberschätzung. Fachkräftemangel in diesem Land ist seit Jahren ein Hauptthema. Egal ob ich mit dem Heizungsbauer, dem Zahnarzt oder dem Filialleiter von Aldi rede. Alle, ja wirklich alle und jedes Unternehmen in diesem Land ist auf der Suche nach tollen Mitarbeitern. Headhunter haben Hochkonjunktur. In den Budgetplanungen von Unternehmen fließt ein inzwischen beachtlicher Anteil ins Recruiting. Und damit meine ich nicht nur Marketing und das Schalten von Stellenanzeigen. Arbeitsplätze werden regelrecht umgebaut. Bedürfnisse und Präferenzen heutiger Arbeitnehmer werden zunehmend gehört. Studien setzen sich auseinander mit dem, was Angestellten wirklich wichtig ist. Arbeitgeber müssen attraktiv werden um Nachwuchs zu generieren. Aber was bedeutet "Attraktivität" in diesem Sinne eigentlich?

Arbeitgeber sind nicht deshalb attraktiv, weil sie die höchsten Löhne zahlen!

Nochmal: Es geht bei dieser Attraktivität nicht um den höchsten Fahrstundenlohn! Und das ist es, was mich so aufregt. Dieses endlose Fahrschulunternehmer-Gejammer in den einschlägigen Socialmedia-Kanälen. Ist denn das gegenseitige Überbieten der Stundenlöhne das einzige, was uns dazu einfällt? Sind wir wirklich so bequem? Haben wir irgendwie nicht richtig zugehört? Und glauben wir ernsthaft, dass meine wertvollen Mitarbeiter die sind, die wegen 2 Euro mehr zu mir gekommen sind? 

Aber es ist halt so schön einfach!

Ich habe es schon an anderer Stelle geäußert. Und es gilt auch hier: Es redet über den Preis, wer sonst nix weiß! Und ja, Mitarbeitergewinnung hat etwas zu tun mit coolen Chefs. Chefs, die sich ernsthaft für ihre Mitarbeiter interessieren. Die Lösungen bieten können, für die Arbeitspräferenzen ihrer Mitarbeiter. Die zuhören. Die klar sind, in Ihren Werten und Visionen. Die inspirieren, statt ködern. Die Vertrauen schaffen können. Die ihre Mitarbeiter als wichtigstes Glied in der Wertschöpfungskette eines Dienstleisters betrachten. Die fördern statt fordern. Die es schaffen eine Spielkultur zu etablieren. Und die verstanden haben, dass das in erster Linie nur sehr wenig mit materiellen Dingen zu tun hat.

Ein cooler Chef fällt eben nicht vom Himmel

Es ist Arbeit, ein cooler Chef zu werden. Eigentlich reden wir über einen Berufswechsel. Coole Chefs brauchen keine Kenntnisse im FahrlG und auch nicht in der StVO. Sie brauchen Kompetenzen in der Führung von Mitarbeitern. Einen Werkzeugkoffer für Konflikte. Know How für zielführende Gespräche. Kenntnisse über Verhaltenspräferenzen und Verständnis dafür, dass das Erlernen dieser Fähigkeiten Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

Wir folgen Führern immer freiwillig!

Halten Sie kurz inne und denken Sie über diesen Satzt nach: Wir folgen Führungspersonen immer freiwillig! Wir gehen mit anderen Menschen nicht deswegen "Pferde steheln" weil wir dafür bezahlt werden. Durch "Dick und Dünn" gehen wir freiwillig und nicht für einen Stundenlohn. Emotionale Bindung lässt sich nicht kaufen. Das geht nicht mit Rabatten und auch nicht mit 2 für 1. Da hilft auch kein Dienstwagen und Diensthandy. Sondern das richtige Handwerk. Und das lässt sich erlernen und trainieren. 

Frust

Ich schließe jetzt den Kreis in diesem Blog. Wir haben seit Jahren ein Angebot für coole Chefs. Und wir haben dieses Angebot in allen möglichen Variationen versucht: Als Fortbildungsmodul. Als Trainingsserie. Als Flatrate. In offenen Kursen und und und. Aber die Resonanz darauf ist dünn. Und das, obwohl es im Fahrschulmarkt keinerlei Wettbewerbsangebot hierfür gibt. Und ich mag es einfach nicht verstehen. Es ist ein völliger Widerspruch zu den Sorgen und Nöten, die die Fahrschulbranche hat. Und das k***** mich an.

Last Call

12 Fahrschulunternehmer. Gebündelt in einer Klasse. Regelmäßig und auf unbestimmte Zeit. Mit der Zielsetzung, Personalführung zu erlernen. Coole Chefs zu werden. Tolle Mitarbeiter zu binden. Mit der Möglichkeit, tagesaktuelle Problemfälle zu besprechen. Mit Netztwerkgedanke. Viel Training. Logbuch. Inspiration und tollen Trainern.

Wenn Sie wirklich wirklich wirklich wollen, dass Ihre Arbeitnehmer endlich das tun, was Sie Ihnen schon Hundertmal gesagt haben, und wenn Sie sich klar darüber sind, dass das nicht per Knopfdruck geht sondern erlernt werden muss, dann machen Sie ernst und rufen an. Jetzt. Und lassen sich als einer von Zwölf für die Klasse "Coole Chefs" registrieren.

Und fragen Sie mich an der Stelle jetzt ja nicht was das kostet. Ihre Entscheidung, Führungshandwerk zu erlernen, hängt nicht davon ab, ob Sie 50, 500 oder 5.000 € investieren, sondern ob Sie wollen. Und wenn Sie diese Entscheidung getroffen haben, dann finden wir gemeinsam das passende Format für Sie. 

Jetzt zum Modul Cooler Chef, tolle Mitarbeiter anmelden!

Und wenn Sie diese Entscheidung nicht treffen wollen, dann ist das auch gut. Aber dann höre ich mir von Ihnen nicht mehr an, dass Sie Fahrlehrer suchen und die, die Sie haben nicht das tun, was Sie wollen.

In diesem Sinne!
Ihr Nils Hartig
im Mai 2019

Nachtrag: Beim Korrekturlesen dieses Blogs habe ich den Eindruck, noch nie so hart und kompromisslos formuliert zu haben wie hier. Wenn ich Sie damit verletzt haben sollte, bitte ich um Entschuldigung. Wenn ich Sie geweckt habe, ist das Ziel dieser Zeilen erfüllt.