39 Prozent der Fahranfänger schaffen die Führerscheinprüfung nicht. Woran liegt das? Wir haben nachgefragt und erfahren, was Fahrschulen dagegen tun können.

432.037 Mal durchgerauscht

Die Meldung hat im Februar 2019 für Furore gesorgt: Bundesweit steigen die Durchfallquoten bei der Führerscheinprüfung – überwiegend in der B-Klasse. Dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge rauscht inzwischen jeder dritte Fahrschüler durch die Theorieprüfung aller PKW-Klassen (2016: 37 Prozent). Bei der praktischen Prüfung lag der Anteil nicht bestandener Lenker-Tests 2017 bei 32 Prozent (2016: 31 Prozent). Das war über 432.037 Mal, wo der Prüfer sagen musste: „Leider durchgefallen“.

Woran liegt es, dass gut ein Drittel aller Fahrschülerinnen und Fahrschüler in Deutschland durch mindestens eine der beiden Prüfungen rasseln? An den Fahrschülern, an der Ausbildung, an den Prüfungsfragen? Und was sagen Fahrlehrer zu dieser Entwicklung?

Negativbilanz ein internationaler Trend

Vom zu dichten Auffahren auf der Autobahn bis zum übersehenen Zebrastreifen: Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) sind höhere Durchfallquoten ein internationaler Trend. Nach eindeutigen Antworten für diese Talfahrt suchen Verkehrsexperten noch. So vermuten der DVR und die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V., dass ein Grund der dichter und komplexer gewordene Straßenverkehr sei. Ein Auto rückt in der Prioritätenliste junger Menschen weiter nach hinten. Viele sind gar nicht mehr heiß auf die Fahrerlaubnis, dafür auf das neueste Smartphone.

Der Alltag der Jugendlichen ist stressiger geworden

Bild1 Mike FischerDie von uns befragten Fahrschulen ergänzen das Bild – oder zeichnen ein anderes: Mike Fischer, der eine Internats-Fahrschule in Gera betreibt, erzielt Besteherquoten von fast 90 Prozent bei der Theorie- und fast 80 Prozent bei der Praxisprüfung. Er liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt und analysiert den Deutschlandtrend in konkurrierenden Anforderungen: „Der Alltag der Jugendlichen ist durch Turbo-Abi, Ausbildungsstart, Leistungsdruck oder Konflikte mit den Eltern stressiger geworden“, so der Chef der Fischer Academy. Da sei der Führerschein nicht mal eben nebenher zu machen. Einen weiteren Grund sieht er in der gesunkenen Konzentration. Ob WhatsApp, Instagram & Co – durch das ständige Denken an Freunde-Netzwerke oder Messenger-Dienste im Internet seien Schüler heute weniger bei der Sache als früher.
 
Bild: Mike Fischer leitet die Fischer Academy GmbH in Gera mit Unterbringung im firmeneigenen Fahrschulinternat. 

 

Viele nicht-deutschsprachige Bewerber

Bild2 Helena FissenewertAndere Fahrlehrer führen die erhöhten Durchfallquoten auf mehr nicht-deutschsprachige Bewerber zurück. Sie hätten neben Sprachproblemen zusätzlich mit einer anderen Verkehrskultur aus ihren Heimatländern zu kämpfen. „Manchen fehlt es an einer gewissen Ernsthaftigkeit bei der Prüfungsvorbereitung“, sagt Helena Fissenewert von der gleichnamigen Fahrschule aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh. Dass die sogenannten „Umschreiber“ mehrere Prüfungsrunden drehen müssen, hat für die Fahrlehrerin auch etwas mit Ängsten zu tun. Ein deutscher Führerschein ist gerade für viele Flüchtlinge die Eintrittskarte zum Arbeitsmarkt. Die Kosten für eine Umschreibung – verbunden mit einer theoretischen und praktischen Prüfung – sind hoch. Das ist vor jeder Prüfung eine Menge Druck auf dem Kessel.

Bild: Helena Fissenewert aus Rheda-Wiedenbrückist ist seit 13 Jahren Fahrlehrerin für den PKW Führerschein.

 

 
Nur mit 90 Prozent Vorprüfungs-Reife

Bild3 Christoph PolarczykDie Entscheidung, wann die Prüfungsanmeldung erfolgt, trifft idealerweise der Fahrschüler gemeinsam mit seiner Lehrerin oder dem Lehrer. Viele Fahrschulen, auch alle von uns befragten, bieten ihren Schülern vorab einen Testlauf oder Vorprüfung für die theoretische Prüfung an, um das erworbene Wissen zu überprüfen. Christoph Polarczyk aus Waltrop bei Recklinghausen kombiniert modernes Lernen auf der analogen Spur in Verbindung mit digitalen Medien – eine Möglichkeit für Fahrlehrer und -schüler Lernfortschritte gegenseitig zu überprüfen. Der Cockpit-Trainer schwört außerdem auf Trainings an Fahrsimulatoren und feste Regeln. Wer eine Woche vor dem großen Theorie- oder Praxistest nicht eine bis zu 90-prozentige Prüfungsreife vorweisen kann, muss erneut ran – üben, üben und nochmals üben.

Bild: Christoph Polarczyk ist seit 1993 im Fahrlehrergeschäft tätig und unterrichtet in allen Ausbildungsklassen.

 

Spannende Gruppenarbeit, kompakter Blockunterricht
guru

Weg vom langweiligen Frontalunterricht baut Helena Fissenewert viel Praxis in die Theoriekurse ein – in Form von spannenden Gruppenarbeiten. Statt passiver „Kinohaltung“ erarbeiten sich die Fahrschüler den Lehrstoff aktiv selbst. Sie und Ihre Fahrschüler*innen haben dabei sehr gute Erfahrungen mit der Lernideen-Plattform unterrichtsguru.de und mit Blockunterricht gemacht. Sieben Tage, fest und verbindlich die komplette Theorie in einem Kurs. Das Kompaktangebot kommt sowohl dem vollen Terminkalender als auch der veränderten Lernbereitschaft vieler Jugendlicher entgegen. Schwierige Themen können viel einfacher vertieft und wiederholt werden, bis alles passt. 

Zu den Ideen vom Unterrichtsguru

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Der fahrschulmonitor.de zur Qualitätssicherung gibt ihr Recht. Über das Online-Feedbacksystem erhält sie regelmäßig eine Leistungsbewertung von Ihren Schützlingen – anonym und nicht öffentlich. Sie sieht als Treiber für ihre deutlich über den Bundeswerten erzielten Prüfungsergebnisse noch einen wichtigen Punkt: permanente Weiterbildung auf der Höhe der Zeit. Ihr Favorit, weil immer ganz nah dran am Alltag der Fahrschulen, mit neuen Ideen und gutem Preis-Leistungsverhältnis: FORTBILDUNG33.de.

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