Warum ist die Fahrlehrer-Persönlichkeit so wichtig? Ein Interview mit Reimo Schaupp

Reimo Schaupp leitet bei FORTBILDUNG33.de die beiden Module FahrlehrerPERSÖNLICHKEIT und Onboarding 3.0. Der studierte Vertriebsingenieur ist beruflich wie privat viel auf Reisen und als Trainer in ganz Deutschland auf Tour. Sein Auslandsaufenthalt in den USA und in Mexiko hat ihn immer wieder in neue, unbekannte Situationen gebracht und verstärkte sein Interesse an verschiedenen Kultur- und Persönlichkeitstypen. Aber was genau hat Persönlichkeit mit der Fahrschulbranche zu tun? Das verrät uns Reimo Schaupp im Interview: 

Herr Schaupp, stellen Sie sich doch mal in 3 Worten vor!

Da reicht mir sogar ein Wort, und zwar: IKFO. In meinem Modul machen wir unter anderem einen Persönlichkeitstest, und bei mit kommt diese Buchstabenkombi als Ergebnis raus. IKFO steht für introvertiert, Fühlentscheider, konkret, organisiert. Übersetzt heißt das, dass ich ein Harmonieminister bin.

Jeder findet in meinem Modul heraus, was für ein Typ er ist. Insgesamt gibt es vier psychologische Dimensionen, die der Test abdeckt. Dazu gehört die beispielsweise die Dimensionen intro- und extrovertiert oder Fühl- und Denkentscheider. Jede Dimension hat zwei Unterdimensionen. Und daraus ergeben sich insgesamt 16 verschiedene Typen.

Was macht für Sie eine gute Fahrlehrerpersönlichkeit aus? 

Dazu fällt mir direkt ein Zitat ein: Wer noch grün ist, kann wachsen, wer sich schon reif wähnt, fängt schon an zu faulen. Das verbinde ich stark mit dem Motto, für das auch FORTBILDUNG33.de steht. Nämlich, den Status Quo ständig in Frage zu stellen, zu hinterfragen, und sich mal was Neues trauen, um zu wachsen.

Für mich macht eine gute Fahrlehrerpersönlichkeit aus, das man das selbst auch immer wieder macht: Also dass ich eigene Meinungen, Glaubenssätze, Einstellungen und Verhaltensmuster in Frage stelle, offen und neugierig bleibe, lebenslang lerne und mich weiterbilde. Und da die ganze Welt, Generationen und auch die Fahrlehrerbranche im Wandel befindet, bin ich der Meinung, dass sich deshalb auch der Fahrlehrer und seine Persönlichkeit immer wieder wandeln hinterfragen muss.

Warum sollte ich als Fahrlehrer an meiner Persönlichkeit arbeiten?

Erstmal ganz unabhängig vom Beruf: Die Qualität unserer Beziehungen beeinflusst unsere Lebensqualität. Sowohl unser beruflicher, als auch unser privater „Erfolg“ hängt stark davon ab, wie gut wir mit unseren Mitmenschen umgehen können. Gerade in pädagogischen Berufen, zum Beispiel bei Lehrern - und da zähle ich Fahrlehrer ebenfalls mit dazu - hat man mit so vielen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Kontakt und baut Beziehungen auf. Da sind die Eltern, die Fahrschüler, die Kollegen, der Chef. Deshalb ist es wichtig, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln, denn sie wiederum beeinflusst maßgeblich auch meine Beziehungen. 

Zusätzlich tragen Fahrlehrer eine sehr große Verantwortung, da sie in einer sehr prägenden Zeit mit Menschen in intensiven Kontakt stehen. Wer erinnert sich nicht ans seine Fahrschulzeit und den Kontakt mit dem Fahrlehrer? Mein Dank und größte Wertschätzung gilt allen Fahrlehrern, die sich dieser Verantwortung bewusst sind, und gerade deshalb aktiv an sich, ihrer Wirkung und der Persönlichkeit arbeiten. 

Was lernt man in Ihrer Fortbildung dazu? Was ist das besondere am Seminar?

Die Fahlerer setzen sich ständig in ein anderes Fahrschulauto, und damit immer wieder in ein neues Cockpit. In meinem Modul setzen wir uns - bildhaft gesprochen - mal ins eigene. So können wir herausfinden, wie wir oder andere Menschen ticken. Es geht darum, wie wir effizienter und einfacher mit anderen Menschen arbeiten können. Denn eine ganz wichtige Erkenntnis aus dem Modul ist dass andere Menschen anders ticken als wir selbst. Das erleben wir jeden Tag.

Das Seminar lädt ein, mal von einer anderen Perspektive aus hinzuschauen. Denn oft sehen wir durch unsere eigene Brille mit einer ganz bestimmten Färbung. Andere Menschen nehmen bestimmte Dinge anders wahr oder reagieren ganz anders als wir. Nicht, weil sie uns ärgern wollen, sondern weil sie die Welt durch ihre Brille tatsächlich völlig anders sehen. Das ist eine so wichtige Erkenntnis! Im Seminar lernen die Teilnehmer erstmal: „Okay, das ist nicht ausschließlich so, wie ich es sehe“. Und sie bekommen Tools an die Hand, wie sie mit dieser Andersartigkeit umgehen können, Werkzeuge, um herauszufinden, warum der Gegenüber anders tickt und schneller einordnen zu können, was der andere gerade braucht.

Also nochmal kurz und knapp: In meinem Seminar setzen wir uns mal ins eigene Cockpit und finden heraus, wie wir und andere Menschen ticken. Und wenn sie anders ticken, schauen wir, wieso und  finden mit verschiedenen Methoden einen Umgang damit. Das lernen wir nicht mit trockener Theorie, sondern mit viel Spaß und Fallbeispielen.

Was tun Sie selbst, um sich persönlich weiterzubilden? Haben Sie einen Geheimtipp?

Ich investiere viel Zeit und Geld in die eigene Weiterbildung und finde es unheimlich bereichernd. Daher freue ich mich riesig, wenn das auch die Fahrlehrer tun. Ich besuche möglichst bunte und vielseitige Seminare und beschäftige mich gerne mit inspirierenden Personen. Sei es, dass ich sie persönlich treffe oder in Büchern oder auf Seminaren von ihnen lerne. Und was ich total wichtig finde: Unbedingt immer wieder Zeiträume für die eigene Reflexion in die Alltagsroutine einplanen. Wenn ich neuen Input bekommen habe, muss ich mir danach auch die Zeit nehmen, kurz inne halten, und überlegen, wie ich das umsetzen will. Nur so kann ich den Status Quo immer wieder in Frage stellen.

Kennen Sie diese Themen? Wann waren Sie das letze Mal irritiert von der Reaktion Ihres Gegenübers? Oder haben sich über Ihren Gesprächspartner geärgert, weil er Sie einfach nicht verstanden hat? Wie gehen Sie mit anderen Sichtweisen um? Und wissen Sie, warum Sie selbst in manchen Situationen so handeln, wie Sie es eben tun?

Entweder können Sie sich selbst jetzt sofort eine kurze Auszeit nehmen und Ihre letze Gesprächssituation reflektieren, in der es gehakt hat. Setzen Sie mal die Brille des anderen auf und betrachten die Situation mit seiner Perspektive.Oder aber Sie nehmen Ihr Fallbeispiel mit und melden sich direkt zum Seminar FahrlehrerPERSÖNLICHKEIT an, um mehr über ihre eigene Persönlichkeit herauszufinden und weiter zu wachsen! 

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