Der BDFU-Unternehmertag 2017

Fahrlehrerausbildung. Pädagogische Überwachung. Fahrlehrermangel. Mitarbeiterbindung und ein Appell an die Kollegen. Zum BDFU-Unternehmertag 2017 kamen rund 170 Teilnehmer. Und sie alle wollten sich über das reformierte Fahrlehrergesetz informieren. Der Fokus richtete sich auf die Frage "Welche Spielräume bietet das reformierte FahrlG? Und wie können wir sie nutzen?"

 

Erlaubt ist, ...

... was nicht verboten ist! So sieht es auch die neue Reform im Hinblick auf Ausbildungskontingente. Die erlaubt jetzt die Weitergabe von Ausbildungskontingente an andere Fahrschulen. Auch die Zusammenarbeit von Fahrschulen unterschiedlicher Klassen ist jetzt möglich. Zudem wird – mit der Reform – die Begrenzung der Zweigstellen zwar nicht komplett aufgehoben. Aber auf zehn erweitert!

Die Fahrlehrerausbildung wird deutlich aufgewertet!

Im Hinblick auf Methodik und Didaktik. "Das ist ein echter Fortschritt", so BDFU-Vorsitzender Rainer Zeltwanger. Auch die Fahrerlaubnis A2 und CE als Zugangsvoraussetzung für die Fahrlehrerausbildung fallen künftig weg. Das heißt, dass sich die Ausbildungskosten – trotz verlängerter Ausbildungszeit – unterm Strich nicht erhöhen. Zudem werden E-Mobilität und teilautonomes Fahren jetzt verbindlicher Inhalt der Ausbildung. 

Webseite gross BDFU Body2

 

 

Webseite gross BDFU Body1

 

"Sie sind Fahrlehrer? Und können eine vierjährige Berufserfahrung nachweisen? Sie wurden in den letzten beiden Jahren ohne Mängelanzeigen überprüft? In einer Verantwortungsposition in einem Fahrlehrerverband sind Sie auch nicht?" Dann könnten Sie sich im Basislehrgang zum Überwacher ausbilden lassen. 

Die Überwachung als Chance? Für Rolf Dautel-Haußmann, vpa Fahrlehrerausbildungsstätte Kirchheim/Teck in jedem Fall. Er sieht die Chance "das Ansehen unseres Berufsstands zu erhöhen und die Qualität der Ausbildung zu steigern.“

 

 

Ein paar Fragen wären da noch...

1. Wird es für die verschiedenen Lehrgänge unterschiedliche Überwacher geben?

2. Wird jeder einzelne Fahrlehrer überwacht? Oder nur der Chef?

3. Werden Theorie und Praxis kontrolliert? Und wenn ja, gemeinsam oder getrennt?

4. Und erfolgt die Überwachiung angekündigt oder überraschend?

Die Antwort: Ein Flickenteppich?

Aus unterschiedlichen Regelungen! Das ist jedenfalls die Befürchtung. Denn die konkreten Vorgaben sind Sache der einzelnen Länder. WEITER ZU TEIL 2: Fahrlehrermangel